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WordPress Wartung in 6 Schritten: Darauf sollten Sie achten

WordPress Wartung in 6 Schritten: Darauf sollten Sie achten

Lesezeit 7 minuten13.12.2018

Wenn Sie nachts an den Himmel sehen, erkennen Sie dort manchmal einen hellen Punkt, der sich schneller bewegt als alle anderen: die Internationale Raumstation. In rund anderthalb Stunden rast die ISS mit knapp 30.000 Kilometern pro Stunde einmal um die Erde.

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World Wide Web statt Weltall: Wie die ISS sollte auch Ihre Website regelmäßig gewartet werden. Dafür benötigen Sie zum Glück keinen Weltraumanzug, sondern lediglich ein paar Plugins.

Aber was hat das mit Ihrer Website zu tun?

Ein wichtiger Teil der Arbeiten an Bord der ISS sind Wartungsarbeiten. Die beteiligten Länder haben nicht einfach eine hochkomplexe Raumstation gebaut, diese ins Weltall geschossen und dort sich selbst überlassen.

Ganz im Gegenteil.

Denn damit die ISS weiterhin zuverlässig Daten liefert, müssen regelmäßig Antennen und Satelliten überprüft, Reparaturen im Äußeren vollzogen und weitere Instandhaltungsarbeiten verrichtet werden.

Genauso verhält es sich mit Ihrer WordPress-Website.

Sie haben diese nicht einfach ins World Wide Web geschossen, um sie dort sich selbst zu überlassen. Wenn Ihnen daran liegt, dass Ihre Website zuverlässig ihren Dienst verrichtet, tun Sie gut daran, Ihre Seite regelmäßig zu warten.

Dafür müssen Sie sich zum Glück keinen Raumanzug anziehen und in der Schwerelosigkeit mit Schraubenschlüsseln hantieren (und sich auch nicht mehrere Monate von Astronautenkost ernähren). Sie haben es viel einfacher: eine solide WordPress Wartung ist mit den richtigen Plugins ein Kinderspiel.

Natürlich können Sie alle Wartungsarbeiten auch manuell über die Dateien auf Ihrem Server vornehmen. In den meisten Fällen genügt es jedoch, wenn Sie diese über Plugins in Ihrem Backend erledigen. Das ist nicht nur wesentlich einfacher, sondern geht auch viel schneller.

In dieser Übersicht erfahren Sie, welche Punkte Sie bei Ihrer WordPress Wartung unbedingt achten sollten. Jeder einzelne dieser Punkte ist dabei eigentlich einen einzelnen Artikel wert. Aus diesem Grund finden Sie hier keine ausführliche Anleitung, sondern wie gesagt eine allgemeine Übersicht, auf was alles zu achten ist.

Doch natürlich lassen wir Sie damit nicht alleine.

1. Führen Sie einen Sicherheitscheck Ihrer Website durch

Da ungefähr ein Viertel aller Websites weltweit auf WordPress basieren, ist WordPress sehr interessant für Hacker. Wenn Sie nicht gerade die amerikanische Regierung oder ein großes Firmenimperium sind, sollte Ihnen das keine schlaflosen Nächte bereiten.

Trotzdem gilt natürlich: machen Sie es potentiellen Angreifern nicht leichter als nötig. Setzen Sie die wichtigsten WordPress Security Maßnahmen um, um Ihre Seite zu schützen.

Dazu gehört zum Beispiel Folgendes:

  • Verwenden Sie nicht das standardmäßige „admin“ als Benutzernamen für Ihren Login.
  • Verwenden Sie ein sicheres Passwort.
  • Beschränken Sie die Anzahl der Logins.
  • Nutzen Sie auf Ihrer Seite ausschließlich seriöse Plugins und Themes.
  • Nutzen Sie keine kostenlosen WordPress Themes.
  • Betreiben Sie Ihre Seite über einen sicheren Server mit gutem Service. Ein guter und sicherer Server hat seinen Preis, aber ist diesen auch wert.
  • Nutzen Sie ein Plugin wie Wordfence für Ihre WordPress Security. Außerdem können Sie zum Beispiel mit Plugins wie Move Login oder Lockdown WP Admin Ihre Login-Seite verstecken (diese lautet dann nicht mehr „…./wp-admin“.
  • Führen Sie regelmäßige Backups und Updates Ihrer Website durch (siehe unten).
  • Richten Sie eine Firewall mit Malwarescanner ein. Diese Funktion wird von verschiedenen Plugins wie Wordfence oder Sucuri

Ausführliche Informationen zur WordPress Security finden Sie in Kürze hier.

Wenn Sie Ihre Website warten, überprüfen Sie, ob alle diese Sicherheitsmaßnahmen auf Ihrer Seite weiterhin gelten. Hat ein Mitarbeiter ein Plugin installiert, dem Sie nicht vertrauen? Hat ein Mitarbeiter ein einfaches Passwort eingegeben, um sich schnell einloggen zu können? Sind Ihre Sicherheitsplugins auf dem neusten Stand? Zusätzlich können Sie einen Malware-Scan durchführen, der alle Ihre Dateien auf dem Server auf Schadsoftware überprüft.

2. Vergewissern Sie sich, dass Sie regelmäßig Backups Ihrer Website erstellen

Wenn Sie einen Text auf Ihrem Rechner schreiben, werden Sie diesen zwischendrin immer wieder speichern. Und wenn es sich dabei um eine wichtige Arbeit handelt – zum Beispiel eine Abschlussarbeit –, werden Sie diese zusätzlich an einem anderen Ort (etwa auf einem USB-Stick) speichern.

Genau solche Backups sollten Sie auch regelmäßig von Ihrer Website erstellen. Denn im Normalfall verändern Sie diese laufend – selbst dann, wenn diese nur eine Art digitale Visitenkarte für Sie ist. Vielleicht haben Sie Ihre Öffnungszeiten geändert, neue Mitarbeiter eingestellt oder die Datenschutzbestimmungen überarbeitet – und nicht an alle diese Änderungen werden Sie sich erinnern.

Sollte Ihre Website also verloren gehen oder beschädigt werden (etwa weil sie gehackt wurde), können Sie Ihre Website mit einem Backup einfach wiederherstellen. Sie greifen also einfach auf den letzten Speicherstand zurück.

Das wird aber schwer, wenn Sie vorher kein Backup erstellt haben oder dieses Backup sehr lange zurückliegt. Im besten Falle können Sie die Seite dann einfach von Hand nachkorrigieren, indem Sie die neuen Öffnungszeiten eintragen, die Datenschutzbestimmungen erneut überarbeiten.

Doch das bereitet nicht nur keinen Spaß, sondern lässt auch Raum für Fehler. Denn vermutlich werden Sie sich nicht an alle Änderungen erinnern und manches übersehen. Wenn Sie zum Beispiel das Überarbeiten der Datenschutzbestimmungen vergessen, kann dies nach Veröffentlichung der Datenschutzgrundverordnung  aus dem Mai 2018 teuer werden. Und wenn Ihre Öffnungszeiten falsch eingetragen sind, steht vielleicht ein Kunde vor verschlossenen Türen.

Die bessere Lösung sind da regelmäßige Backups Ihrer Seite. Diese können Sie manuell durchführen – oder ganz einfach mit einem Plugin. Wir empfehlen Ihnen dafür BackWPup, UpdraftPlus oder VaultPress als kostenpflichtige Variante. Bei diesen Plugins können Sie automatische, d.h. regelmäßige Updates in definierten Abständen einrichten – damit sind Sie auf der sicheren Seite.

Sie wollen konkretere Informationen? Dann nutzen Sie unseren Guide zum Thema WordPress Backup.

3. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre WordPress-Version sowie Ihre Plugins und Themes regelmäßig updaten

Führen Sie regelmäßig ein WordPress Update durch. Kleine Sicherheitsupdates erledigt WordPress seit der Version 3.7 zwar selbständig im Hintergrund. Größere Updates, die ungefähr alle sechs Monate anstehen, müssen jedoch weiterhin aktiv von Ihnen durchgeführt werden.
Das klingt nach komplizierter Handarbeit, ist aber mit nur einem Klick zu erledigen.
Wählen Sie dazu in Ihrem Dashboard den Menüpunkt Aktualisierungen:

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Übrigens: An der orange hinterlegten „1“ im Menü erkennen Sie bereits bei einem gewöhnlichen Login ins WordPress-Backend, dass ein neues Update ansteht.

In der Übersicht werden Ihnen nun sämtliche anstehenden Updates angezeigt. Diese beziehen sich nicht nur auf Ihre WordPress-Version, sondern auch auf Ihre Plugins und Themes.

Grundsätzlich gilt: führen Sie diese Updates auch durch.

Außerdem: Updaten Sie zunächst Themes und Plugins und erst danach Ihre WordPress-Version.

Mit diesen Updates erschließen Sie sich nicht nur neue Funktionen und Verbesserungen an der WordPress-Software, sondern garantieren vor allem die Sicherheit Ihrer Website.

Einen ausführlichen Guide zum Thema WordPress Update finden Sie hier.

4. Überprüfen Sie die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website

Vermutlich ist es Ihnen dasselbe auch schon passiert: Sie haben bei Google eine Seite angeklickt, die sehr lange zum Laden gebraucht hat. Und statt den Ladevorgang abzuwarten, haben Sie die Seite nach ein paar Sekunden wieder geschlossen.

So wie Sie handeln die meisten Internetnutzer. Darum sollte Ihre Seite nicht länger als 3 Sekunden zum Laden benötigen – sonst verlieren Sie Besucher.

Diese Information ist gerade für WordPress-Seiten wichtig. Denn das Backend verleitet dazu, unnötige Plugins und Themes zu installieren, die die Seite verlangsamen, aber eigentlich gar nicht benötigt werden.

Checken Sie darum bei Ihrer WordPress Wartung unbedingt die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website. Dazu haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Wir persönlich empfehlen Ihnen dafür die Seite https://gtmetrix.com/. Geben Sie dort einfach den Namen Ihrer Website ins Suchfeld ein.

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GTmetrix ermittelt für Sie nicht nur die Ladegeschwindigkeit, sondern gibt Ihnen auch hilfreiche Tipps spezifisch für Ihre Seite, wie Sie diese verbessern können.

5. Testen Sie, ob Ihre Website durchgehend online ist

Ist Ihre Website jederzeit online? Überprüfen Sie, ob Ihr Server das hält, was er verspricht. Verwenden Sie dazu ein Tool zum sogenannten „Uptime Monitoring“ wie zum Beispiel Monitor.us oder Uptrends. Diese Tools sind in der Regel zwar kostenpflichtig, gewähren aber einen kostenlosen Testzeitraum.
Wenn Ihnen der Aufwand nicht zu groß ist, erstellen Sie sich doch einen Testaccount und überprüfen einmal für ein paar Wochen die Uptime Ihrer Website (also die Zeit, in der Ihre Website wirklich online ist). Wenn Ihnen dabei große Ausfallzeiten oder zeitweilig lange Ladezeiten auffallen, sollten Sie über einen Serverwechsel nachdenken.

6. Checken Sie Ihre WordPress-Seite sowie verschiedene Funktionen – auf verschiedenen Endgeräten mit verschiedenen Betriebssystemen und in verschiedenen Browsern

Aus welchen Gründen auch immer: es kann sein, dass Ihre Website auf manchen Geräten, in manchen Betriebssystemen oder in manchen Browsern nicht funktioniert oder nicht richtig angezeigt wird.

Und das wird Ihnen von WordPress nicht angezeigt. Von den entsprechenden Problem erfahren Sie stattdessen entweder zufällig, wenn Ihre Kunden sich beschweren oder bei einem gründlichen Check im Zuge Ihrer WordPress Wartung.

Und auf diesen sollten Sie nicht verzichten.

Überprüfen Sie manuell, ob die wesentlichen Funktionen Ihrer Seite auch tatsächlich gewährleistet sind. Betrachten Sie Ihre Seite in verschiedenen Browsern. Melden Sie sich zum Beispiel selbst für Ihren Newsletter an, kontaktieren Sie sich selbst über das Kontaktfeld oder bestellen Sie ein Produkt in Ihrem Online-Shop (natürlich stornieren Sie diese Bestellung dann im Nachhinein).

Ganz wichtig: Testen Sie diese Funktionen auf verschiedenen Endgeräten (Laptop, Tablet, Smartphone) mit verschiedenen Betriebssystemen (vor allem Windows und Mac, ggf. Linux) in verschieden Browsern (mindestens Chrome, Firefox, Internet Explorer, Edge und Safari).

Ja, das ist nervig – und darum machen Sie so einen Check auch nicht jeden Tag. Aber zumindest einmal im Jahr empfiehlt es sich, hierfür etwas Zeit zu investieren.

Sie sehen: die Wartung Ihrer WordPress-Seite ist keine Raketenwissenschaft, sondern vielmehr Fleißarbeit. Unverzichtbar sind dabei das regelmäßige Erstellen von Backups sowie das Updaten von WordPress selbst sowie von Themes und Plugins. Wenn Sie zusätzlich gute Sicherheitseinstellungen vorgenommen haben, ist ein Großteil bereits erledigt.

Und trotzdem: Ein gründlicher Check Ihrer Seite bleibt Fleißarbeit, die Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen verlangt. Wenn Sie eine WordPress Wartung Ihrer Website aus einer Hand wünschen, stehen wir Ihnen als erfahrene WordPress Agentur dabei gerne zur Seite.

Jonas Rashedi

CEO