WordPress Update: der ausführliche Guide

WordPress Update: der ausführliche Guide

04.12.2018

Erfahren Sie, warum Sie Ihre WordPress-Version regelmäßig aktualisieren sollten – und wie Sie diese Aktualisierung Schritt für Schritt vornehmen

Nur mit einem regelmäßigen WordPress Update sind Sie vor Sicherheitslücken in der Software sicher. Außerdem erschließen Sie sich mit einem Update neue Funktionen, die es in vorherigen Versionen noch nicht gegeben hat.

Es gibt also viele Gründe, sich mit diesem Thema zu befassen.

Und doch: „WordPress Update“ – das klingt zunächst erstmal nach einer komplizierten Geschichte, die man am besten Technik-Nerds überlässt.

Tatsächlich ist so ein Update nicht ganz einfach, wenn Sie die vorherige Datensicherung und das Update selbst manuell vornehmen.

Das Schöne an WordPress aber ist: Vieles kann auch sehr einfach sein!

In diesem Guide erfahren Sie darum alles, was Sie zum Thema „WordPress Update“ wissen müssen: alles Einfache und alles Komplizierte.

Unser Vorsprechen vorab: In den meisten Fällen genügt es, wenn Sie den einfachen Weg gehen.

Unser Ziel ist es, dass Sie mit den Informationen aus diesem Artikel tatsächlich selbst ein WordPress Update Ihrer Website vornehmen können – ganz ohne fremde Hilfe! Bis auf die Hilfe derjenigen natürlich, die diesen diesen Artikel für Sie geschrieben haben 

1. Was genau ist eigentlich ein WordPress Update?

Okay, jetzt kommen erstmal viele Zahlen…

… aber das ist im Endeffekt egal. Wichtig ist nur, dass Sie verstehen, dass es verschiedene Versionen von WordPress gibt, die wiederum jeweils verschiedene Versionsnummern haben.

Denn rein formal gesehen ist ein WordPress Update schlicht und einfach die Installation einer neueren WordPress-Version. So wurde die WordPress-Version 1.0 bereits am 3. Januar 2004 veröffentlicht. Schon seit September 2014 ist mittlerweile die 4. Version verfügbar.

Doch auch das heutige WordPress ist natürlich nicht mehr auf dem Stand von 2014, sondern wurde laufend weiterentwickelt. Jedes Update äußert sich dabei in einer höheren Versionsnummer nach dem Komma.

Die Version 4.0 wurde mit dem ersten Update also nicht zur Version 5, sondern erstmal ganz bescheiden zur Version 4.0.1, mit dem nächsten Update zur Version 4.0.2 und so weiter. Irgendwann wurden dann größere Änderungen durchgeführt, so dass die Version 4.0.24 zur Version 4.1 upgedatet wurde. Auch das liegt bereits mehrere Jahre zurück und WordPress wurde seitdem ständig erneuert.

Eine Übersicht über die verschiedenen WordPress-Versionen finden Sie auf der Homepage von WordPress: https://codex.wordpress.org/WordPress_Versions

Wenn Sie dort auf den Punkt „Changelog“ klicken, erfahren Sie, was bei der jeweils neuen Version alles geändert wurde.

Welche WordPress-Version benutzen Sie?

Loggen Sie sich einfach in Ihre WordPress-Seite ein. Klicken Sie im Dashboard auf Aktualisierungen. Dort wird Ihnen angezeigt, welche Version Sie nutzen: in unserem Fall ist es die Version 4.9.8.

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1.1 Die zwei Arten von WordPress Updates

Update ist aber nicht gleich Update. Grundsätzlich ist nämlich zwischen zwei Arten von WordPress Updates zu unterscheiden.

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Sicherheitsupdates: Als Sicherheitsupdates werden Updates bezeichnet, die sich auf die Stelle nach dem zweiten Punkt der Versionsnummer beziehen. Ein Update von Version 4.4.10 auf 4.4.11 wäre also ein Sicherheitsupdate. Mit diesen Updates stopft WordPress kleine Löcher in der Sicherheit der Software.

Große Updates: Bei großen Updates hingegen werden nicht nur Sicherheitslücken gestopft, sondern auch neue Funktionen einbezogen. So gibt es seit der Version 4.9, die im November 2017 veröffentlicht wurde, zum Beispiel eine praktische Planungsfunktion im Customizer.

Schon gewusst? Jede neue Version, die per großem Update erreicht wird, ist nach einem Musiker benannt. So heißt die Version 4.9 zum Beispiel „Tipton“ nach dem amerikanischen Jazzmusiker Billy Lee Tipton.

Aber das nur am Rande – weiter geht‘s mit Ihrem WordPress Update!

2. Warum brauchen Sie ein WordPress Update?

2.1 Aus Sicherheitsgründen

Die Vorteile von WordPress sind zugleich die große Schwachstelle des Programms: jeder weiß, wie es funktioniert. Der Code ist öffentlich einsehbar und wird von einer Vielzahl an Websites genutzt.

Mit anderen Worten: WordPress ist sehr interessant für Hacker.

Denn wer es schafft, über den WordPress-Code Zugang zu einer Website zu bekommen, kann dieses Verfahren auf Millionen andere Websites anwenden.

Das weiß umgekehrt aber natürlich auch WordPress selbst. Und so arbeiten ein paar der besten Programmierer der Welt für WordPress, um Sicherheitslücken zu schließen.

Mit anderen Worten: das Ganze ist ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen WordPress und verschiedenen Hackern – nur dass für WordPress eben erstklassige Programmierer arbeiten.

Sobald also eine Sicherheitslücke bekannt wird, wird diese auch schon wieder geschlossen – per Update. Solange Sie Ihre WordPress-Version also laufend aktualisieren, sind Sie darum auf der sicheren Seite. Sie verfügen dann stets über eine Version, in der alle bekannten Sicherheitslöcher gestopft wurden.

Mit anderen Worten: Solange Sie auf Ihrer Seite regelmäßig ein WordPress Update durchführen, besteht keine Gefahr.

2.2 Um neue Funktionen und Themes nutzen zu können

Mit jedem großen Update von WordPress erschließen Sie sich neue Funktionen und Themes. So sind zum Beispiel Bilder seit der Version 4.4 responsive, passen sich also an die Größe des Endgeräts an.

Auch manche Themes funktionieren erst ab einer bestimmten Version. Das erklärt sich eigentlich von selbst: Wenn Programmierer ein neues Theme entwickeln, orientieren sie sich natürlich an der aktuellen WordPress-Version und versuchen, alle Vorgaben daran anzupassen. Für Sie ist es dann ein Leichtes, dieses Theme zu nutzen, indem Sie einfach Ihre WordPress-Version updaten.

2.3 Damit Ihre Seite schneller wird

Waren Sie schon mal auf einer Seite, die zu laden gefühlt eine Ewigkeit gedauert hat? Grundsätzlich versucht WordPress mit jedem Update, die Effizienz seines Codes zu erhöhen. Das bedeutet auch: die Ladezeit Ihrer Seite kann von jedem Update profitieren.

3. Vor dem WordPress Update: Erstellen Sie ein Backup Ihrer Seite

Ja, eigentlich müsste bei dem Update alles gut gehen…

… und in der Regel tut es das auch. Aus Erfahrung wissen wir aber, dass dieses eigentlich im Nachhinein die größten Kopfschmerzen bereitet. Denn weil eigentlich alles gut gehen sollte, mag der ein oder andere auf das vorherige Backup verzichten.

Wenn dann nach dem Update die Formatierung durcheinandergehauen wurde, Einstellungen falsch sind, Plugins nicht richtig eingebettet werden oder die ganze Seite einfach nicht mehr funktioniert, fragt man sich, warum man nicht einfach vorher ein kurzes Backup durchgeführt hat, also nicht einfach die komplette Seite vorher gespeichert hat. Denn jetzt gibt es kein Zurück mehr. Ein Backup geht in der Regel aber schnell. Ganz im Gegensatz zu den nervtötenden Anpassungen im Nachhinein, wenn doch etwas schief gehen sollte – sofern sich die Seite überhaupt retten lässt.

Ein WordPress Backup können Sie entweder manuell oder per Plugin vornehmen.

Bei einem manuellen Backup kopieren Sie Ihre Dateien (vor allem wp-admin, wp-content und wp-includes) sowie Ihre Datenbank vom Server auf Ihre Festplatte. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Plugins, mit denen Sie ein Backup durchführen können. Wir empfehlen Ihnen BackWPup oder UpdraftPlus. Wenn Sie so ein Plugin erstmal installiert haben, ist das Erstellen eines Backups eine Sache von wenigen Sekunden – und eine sehr gute Angewohnheit.

Wie Sie ein Backup im Einzelnen durchführen, verraten wir Ihnen hier.

Keine Panik: Es klingt hier gerade so, als würde bei einem WordPress Update oft etwas schief gehen. Das stimmt so nicht. In den meisten Fällen geht nämlich alles gut. Eigentlich…

4. WordPress führt automatische Sicherheitsupdates durch

Seit der Version 3.7 führt WordPress Sicherheitsupdates automatisch durch. Das wird Ihnen unter Dashboard – Aktualisierungen angezeigt:

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Sie müssen also nicht jeden Tag überprüfen, ob Sie noch über die aktuelle Version verfügen.

Sicherheitslücken schließt WordPress für Sie also von alleine – wie eine Socke, die ihre Löcher selber stopft. Das ist eine extrem praktische Funktion, die Sie auf keinen Fall ausschalten sollten.

Falls diese automatischen Updates bei Ihnen wider Erwarten nicht funktionieren sollten, kann dies daran liegen, dass die automatische Update-Funktion in Ihrem Code deaktiviert wurde.

Dafür müsste der Entwickler in Ihre Datei „wp-config.php“ den folgenden Code eingefügt haben, den Sie nun entfernen müssten:

define( ‘AUTOMATIC_UPDATER_DISABLED’, true );

Dieser Fall ist aber sehr unwahrscheinlich.

Eine andere Erklärung wäre folgende: Sie verfügen noch über eine ältere WordPress-Version als 3.7.

Vielleicht haben Sie Ihre Website noch vor Oktober 2013 (als die Version 3.7 veröffentlicht wurde) von einer Agentur oder einem Entwickler erstellen lassen und danach nicht mehr upgedatet. In diesem Fall raten wir Ihnen, schnellstens ein Versionsupdate durchzuführen. Wie das funktioniert, verraten wir Ihnen jetzt.

5. Bevor Sie ein großes WordPress Update durchführen: aktualisieren Sie Ihres Themes und Plugins

Bevor Sie WordPress updaten, sollten Sie unbedingt zunächst Ihre Themes und Plugins updaten. Weshalb?

Weil manche Themes und Plugins mit der neuen WordPress-Version nicht ganz kompatibel sind.

Das ist aber kein Problem, denn in der Regel möchten die Entwickler, dass diese auch in der neuen WordPress-Version funktionieren. Darum entwickeln Sie Updates, um die Funktionalität Ihrer Themes und Plugins weiterhin zu gewährleisten.

Wenn es keine Aktualisierung für Ihre Themes und Plugins gibt: kein Problem. In den meisten Fällen bedeutet das, dass diese auch in der neuen WordPress-Version funktionieren. In diesem Fall können Sie einfach die neuere WordPress-Version installieren.

Wenn manche Themes und Plugins jedoch ein Update benötigen, wird Ihnen das auch angezeigt – und zwar an der gleichen Stelle, an der Sie auch über ein anstehendes WordPress Update informiert werden.

Klicken Sie dazu in Ihrem WordPress Dashboard auf Aktualisierungen. Dieser Punkt befindet sich direkt an zweiter Stelle unter dem Menüpunkt „Startseite“. Allein diese Positionierung zeigt, wie ernst WordPress Aktualisierungen nimmt – und jeder von uns tut gut daran, den Entwicklern in dieser Einschätzung zu folgen.

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Die mit einem orangen Kreis hinterlegte „1“, die im Dashboard hinter Aktualisierungen zu sehen ist, weist bereits darauf hin, dass ein Update ansteht.

Wenn wir auf unserer Beispielseite nun den Punkt „Aktualisierungen“ anklicken, bekommen wir die Information, dass ein Plugin aktualisiert werden muss:

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Wir nutzen noch das WooCommerce-Plugin in der Version 3.5.1. Mittlerweile gibt es dieses Plugin aber in der Version 3.5.2.

Mit einem einfachen Mausklick in die Kästchen links wählen wir alle Plugins aus, die wir installieren wollen (in unserem Fall nur eines). Im Anschluss klicken wir (oben oder unten, das ist egal) auf Plugins aktualisieren, um das Plugin auf die neueste Version upzudaten.

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WordPress zeigt uns nun zunächst einen Ladebildschirm an…

… et voilà – nach ein paar Sekunden kommt die Bestätigung: „WooCommerce wurde erfolgreich aktualisiert.“

Und tatsächlich: Die mit dem orangefarbenen Kreis hinterlegte „1“ hinter „Aktualisierungen“ ist verschwunden. Unsere WordPress-Version, sämtliche Plugins und sämtliche Themes sind auf dem neuesten Stand.

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Das bestätigt sich auch, wenn wir noch einmal auf Aktualisierungen klicken: Es stehen keine Updates mehr an.

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In unserem Beispiel stand nun keine Aktualisierung von Themes an. Im Endeffekt funktioniert diese aber genauso wie die Aktualisierung von Plugins – mit zwei Klicks. Notwendige Aktualisierungen werden Ihnen dabei ebenfalls unter Aktualisierungen im entsprechenden Abschnitt angezeigt:

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Noch einmal: Alle anstehenden Updates für WordPress, Plugins und Themes (und Übersetzungen) werden Ihnen unter „Aktualisierungen“ angezeigt.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Wenn Ihnen unter „Aktualisierungen“ keine Updates angezeigt werden, können Sie beruhigt sein – es stehen auch wirklich keine Updates an.

6. Das große WordPress Update: zwei Varianten

Grundsätzlich gibt es zwei Arten, wie Sie WordPress aktualisieren können: mit einem Klick in WordPress selbst oder von Hand auf dem Server.

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Der Unterschied ist etwas leichter verständlich, wenn wir ihn an einem anderen Beispiel verdeutlichen.

Vielleicht nutzen Sie Firefox als Webbrowser. Ursprünglich haben Sie dazu die Datei heruntergeladen (oder von einem Freund auf dem USB-Stick bekommen) und auf Ihrem Rechner installiert. Wenn nun ein Update ansteht, zeigt Firefox Ihnen dieses Update an, sobald Sie Ihren Firefox-Browser öffnen.

Dieses Update können Sie nun mit ein paar Klicks in Firefox selbst vornehmen. Mit anderen Worten: Sie klicken und Firefox erledigt im Hintergrund den Rest von selbst.

Alternativ können Sie aber auch die neueste Version von Firefox herunterladen und diese Datei neu auf Ihrem Rechner installieren.

Diese zwei Verfahren entsprechen in etwa den beiden Möglichkeiten, die Sie bei einem WordPress Update haben – mit dem Unterschied, dass WordPress nicht auf Ihrem Rechner, sondern auf einem Server installiert ist.

Das erste Verfahren ist wesentlich leichter und funktioniert mit einem Klick. Sie loggen sich dazu auf Ihrer WordPress-Seite ein und folgen den Instruktionen innerhalb der Anwendung (also ungefähr so, wie wenn Sie Firefox im Browser updaten).

Das zweite Verfahren ist etwas komplizierter. Dazu loggen Sie sich über den FTP-Zugang in Ihren Server ein und installieren dort die neue WordPress-Version.

Wenn keine gewichtigen Gründe für letzteres Verfahren sprechen, raten wir Ihnen zu der einfacheren Variante mit einem Klick. Hier erfordert das Update keine besonderen Kenntnisse, ist schnell erledigt und sollte keine Probleme verursachen, sofern Sie sich an unsere Ratschläge halten (vor allem: vorher ein Backup erstellen und Plugins und Themes vorher updaten).

Wie aber führen Sie jetzt ein Update durch?

7. Anleitung: So führen Sie ein großes WordPress Update mit einem Klick durch

Wenn Sie bis hierher gescrollt haben: Denken Sie unbedingt daran, ein Backup zu erstellen, bevor Sie ein Update Ihrer WordPress-Version vornehmen!

Darauf weist auch WordPress selbst noch einmal ausdrücklich auf dem Aktualisierungsbildschirm hin. Wir können nicht oft genug betonen, wie wichtig das ist!

Genauso wie Plugins und Themes aktualisieren Sie WordPress, indem Sie im Dashboard den Menüpunkt Aktualisierungen auswählen.

Wenn ein Update ansteht, wird Ihnen das ganz oben auf der Seite angezeigt. In unserem Beispiel haben wir Glück: Wir verwenden die aktuelle Version.

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Ist das nicht der Fall, zeigt uns WordPress an dieser Stelle folgenden Text an:

„Es ist eine neue Version von WordPress verfügbar.“

Danach haben wir folgende Optionen: „Du kannst automatisch auf WordPress 4.9 aktualisieren oder das Paket herunterladen und manuell installieren.“

Die manuelle Installation, bei der wir WordPress von Hand auf dem Server neu installieren, werden wir als nächsten Punkt betrachten.

Beim Ein-Klick-Update klicken wir hingegen einfach unter dem angezeigten Text auf den Button Aktualisiere jetzt.

Das war’s auch schon – mehr ist nicht zu tun. WordPress aktualisiert sich nun automatisch. Während des Update-Prozesses wird die Website in einen Wartungsmodus versetzt. Das dauert aber maximal ein paar Minuten. Danach ist sie wieder voll funktionsfähig – nur eben mit der neuen WordPress Version.

8. Anleitung: So führen Sie ein großes WordPress Update auf Ihrem Server durch

Wenn Sie bis hierher gescrollt haben: Denken Sie unbedingt daran, ein Backup zu erstellen, bevor Sie ein Update Ihrer WordPress-Version vornehmen!

8.1 Laden Sie die aktuelle WordPress-Version herunter

Um WordPress manuell über Ihren Server zu updaten, laden Sie zunächst die aktuelle WordPress-Version herunter. Diese erhalten Sie entweder auf der WordPress-Homepage (https://de.wordpress.org/download/) oder über den WordPress-Login Ihrer Seite über das Dashboard unter dem Punkt Aktualisierungen.

Dort wird Ihnen neben dem „Aktualisiere jetzt“-Button die aktuelle Version samt Download-Button angezeigt. Dieser Button-Text variiert mit der jeweiligen Version, für WordPress 4.9 lautet er zum Beispiel „4.9-de_DE herunterladen“.

Sofern Sie die deutschsprachige Version von WordPress nutzen möchten, achten Sie darauf, auch wirklich diese Version herunterzuladen – und nicht die englische.

Die Datei, die Sie heruntergeladen haben, ist wahrscheinlich ins .zip-Format komprimiert. Entpacken Sie diese Datei per RechtsklickAlle extrahieren.

8.2. Deaktivieren Sie sämtliche WordPress Plugins

Noch bevor Sie mit der Deinstallation anfangen, deaktivieren Sie sämtliche Plugins. Loggen Sie sich dazu bei WordPress ein und wählen Sie im Dashboard den Menüpunkt Plugins aus. Klicken Sie bei den einzelnen Plugins auf Deaktivieren.

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8.3 Loggen Sie sich aus WordPress aus

Bevor Sie weitermachen, loggen Sie sich aus Ihrem WordPress-Backend aus. Denn wichtige WordPress-Dateien zu löschen, während Sie eingeloggt sind, ist ungefähr so, als würden Sie den Ast absägen, auf dem Sie gerade sitzen – kann funktionieren, ist aber nicht sinnvoll. Loggen Sie sich einfach aus, dann gibt es keine Probleme.

8.4 Verbinden Sie sich mit Ihrem Server

Wenn Sie sich aus WordPress ausgeloggt haben, verbinden Sie sich mit Ihrem Server. Dies ist der Ort, an dem die WordPress-Dateien abgelegt und installiert sind, auf die Ihre Website zugreift.

Welche Server- und Client-Software Sie dafür benutzen, ist egal – eine kostenlose Variante wäre FileZilla. Wichtig ist, dass Sie nun Zugriff auf die Dateien auf Ihrem Server haben.

8.5 Löschen Sie (nicht alle!) Dateien von Ihrem Server

Löschen Sie die folgenden Ordner Ihrer alten WordPress-Version von Ihrem Server:

  1. wp-admin
  2. wp-includes

 Löschen Sie nicht den Ordner „wp-content“.

 Löschen Sie auf gar keinen Fall folgende Dateien:

  1. wp-config.php
  2. .htaccess

Diese Daten enthalten unter anderem wichtige Einstellungen, die Sie in WordPress bereits vorgenommen haben – die sollten Sie auf gar keinen Fall verlieren. Schließlich wollen Sie Ihre Seite ja nicht löschen, sondern updaten…

 Löschen Sie alle weiteren WordPress-Dateien von Ihrem Server (mit Ausnahme der obigen), so zum Beispiel:

  • wp-activate.php
  • wp-load.php
  • wp-login.php

Noch einmal: Zu diesen Dateien gehört nicht der Ordner „wp-content“, den Sie nicht löschen.

 Anmerkung: Das Löschen der Dateien ist im Grunde genommen nicht notwendig, da Sie sie im nächsten Schritt auch einfach überschreiben können. Der Übersichtlichkeit aber empfehlen wir Ihnen, diese Dateien zunächst zu löschen und dann im Anschluss die aktuellen Dateien neu auf den Server zu überspielen.

8.6 Kopieren Sie die Dateien aus der neuen WordPress-Version auf Ihren Server

Kopieren Sie die entsprechenden Dateien aus der aktuellen WordPress-Version auf Ihren Server. Das sind zum einen die Ordner „wp-admin“ und „wp-includes“ sowie alle Dateien, die Sie gerade gelöscht haben. Mit anderen Worten: kopieren Sie alle Dateien und Ordner auf den Server – bis auf wp-config.php und .htaccess.

 Achtung: Passen Sie auf, dass Sie die Dateien wp-config.php sowie .htaccess nicht versehentlich überschreiben. Auch dann, wenn Sie diese Dateien im vorigen Schritt nicht gelöscht haben, besteht die Gefahr, dass Sie sie jetzt durch gleichnamige Dateien ersetzen. Auch in diesem Fall wären Ihre individuellen Anpassungen an Ihrer Seite verloren (oder müssten über das Backup mühsam wiederhergestellt werden).

Fertig? Super, dann haben Sie einen Großteil bereits geschafft!

8.7 Loggen Sie sich in Ihre WordPress-Seite ein

Wenn Sie die neuen Dateien auf Ihren Server kopiert haben, loggen Sie sich in Ihre WordPress-Seite ein.

Im Normalfall wird WordPress Sie nun von alleine auffordern, die Datenbank zu aktualisieren. Klicken Sie dazu einfach auf die Meldung „Aktualisierung der WordPress-Datenbank“.

Sollte Ihnen diese Meldung nicht angezeigt werden, geben Sie folgende URL (natürlich mit Ihrer eigenen Domain und ohne die eckigen Klammern) in Ihren Browser ein:

www.[NAME IHRER WEBSITE]/wp-admin/upgrade.php

Spätestens jetzt sollte die Aktualisierung Ihrer Datenbank beginnen. WordPress wird Ihnen sagen, was zu tun ist.

8.8 (Re-)Aktivieren Sie Ihre Plugins

Erinnern Sie sich? In Schritt 2 der manuellen Deinstallation hatten Sie sämtliche Plugins ausgeschaltet. Das machen Sie jetzt rückgängig: (Re-)aktivieren Sie sämtliche Plugins, die Sie für Ihre Seite benötigen.

Wählen Sie dazu erneut über das Dashboard den Menüpunkt Plugins aus.

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Klicken Sie bei den einzelnen Plugins auf Aktivieren.

Möglicherweise wird Ihnen nun angezeigt, dass Sie manche Plugins aktualisieren sollten. Falls das zutrifft, nehmen Sie diese Aktualisierungen vor.

Fertig? Wir gratulieren! Die aktuelle WordPress-Version ist jetzt auf Ihrem Server installiert.

9. Der Check nach dem WordPress Update: Überprüfen Sie Ihre Seite – auch auf verschiedenen Endgeräten

Eigentlich müsste Ihre Seite auch mit der neuen WordPress-Version einwandfrei laufen. Am besten testen Sie aber gründlich, ob wirklich alles funktioniert wie zuvor.
Testen Sie vor allem jene Funktionen, die über Plugins in Ihre Seite eingebettet sind. Also zum Beispiel: Funktioniert Ihr Kontaktformular weiterhin? Können Besucher sich nach wie vor problemlos durch Ihre Galerie klicken? Gibt es Probleme beim Einbetten von Videos?

Praxistipp: Überprüfen Sie jene Funktionen besonders gründlich, die für Ihr Unternehmen essentiell sind. Wenn Ihre Seite zum Beispiel viele neue Kunden über einen Newsletter generiert, testen Sie unbedingt, ob die Anmeldung für den Newsletter auch mit der neuen WordPress-Version funktioniert. Checken Sie außerdem, ob diese Funktionen auch auf verschiedenen Endgeräten und in verschiedenen Browsern gegeben sind. Funktioniert das Kontaktformular vielleicht auf Ihrem Rechner, aber nicht per Smartphone? Werden Videos in Firefox angezeigt, aber nicht in Chrome?

Im Normalfall sollte alles funktionieren – aber wenn Sie sich eine halbe Stunde bis Stunde Zeit für einen gründlichen Check nehmen, bewahrt Sie das im Zweifel vor bösen Überraschungen.

Wir hoffen, dass Ihnen dieser ausführliche Guide zum Thema „WordPress Update“ geholfen hat. Wenn Ihnen mit dieser Anleitung zumindest ein Ein-Klick-Update über das WordPress Backend selbst gelingt, freuen wir uns sehr!

Wenn Sie bei Ihrem Update Schwierigkeiten haben oder gerne eine erfahrene Agentur an Ihrer Seite hätten, sind wir natürlich gerne für Sie da.

Jonas Rashedi

CEO