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Das Jetpack Plugin für WordPress: Alles, was Sie wissen müssen

Das Jetpack Plugin für WordPress: Alles, was Sie wissen müssen

Lesezeit 7 minuten | 09.05.2018

Mit Jetpack fügen Sie Ihrer Website wichtige Funktionen hinzu: Ihre Galerien werden schöner, Ihre Seite wird sicherer, Ihre Blogbeiträge besser eingebettet. Wir verraten Ihnen, was Jetpack genau ist, was es kann, ob Sie es nutzen sollten und wie Sie es einrichten.

Willkommen an Bord – los geht’s!

Brain

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caption: Jetpack – ein WordPress Plugin, viele Funktionen
Quelle: pixabay.com

1. Was ist Jetpack?

In einem Satz: Jetpack ist ein WordPress Plugin, das von Automattic betrieben wird.

In mehren Sätzen: Jetpack wird zwar wie ein WordPress Plugin installiert, ist im Grunde genommen aber eine Plugin-Sammlung, die Sie mit der Installation und Einrichtung auf Ihrer Seite einbetten. Damit stehen Ihnen eine Vielzahl an zusätzlichen Funktionen zur Verfügung.

Entwickelt wurde Jetpack von Automattic. Das ist das Unternehmen, das die Seite wordpress.com betreibt und das vom WordPress-Gründer Matt Mullenweg gegründet wurde. Matt Mullenweg hat WordPress als Open Source-Software entwickelt und bietet mit Automattic zusätzliche Funktionen und Plugins für WordPress, die zum Teil kostenpflichtig sind, an (am Bekanntesten ist davon wohl das E-Commerce-Plugin WooCommerce).

Auf WordPress.com stehen die Jetpack-Funktionen allen Nutzern automatisch zur Verfügung. Wenn Sie diese jedoch auf einer eigenständigen WordPress-Website nutzen möchten, müssen Sie Jetpack installieren und dafür auch einen Nutzer-Account auf WordPress.com anlegen.

2. Die Funktionen von Jetpack im Überblick

Wie bereits dargelegt ist Jetpack in formaler Hinsicht ein WordPress Plugin, in praktischer Hinsicht jedoch eine Plugin-Sammlung. Denn Jetpack besteht aus einer Vielzahl an Modulen, die Sie einzeln aktivieren oder deaktivieren können.

Mit diesen Modulen betten Sie hilfreiche Funktionen in Ihre Website ein. Wir stellen Ihnen die wichtigsten vor:

Für Beiträge:

  • Das Modul „Publizieren“, mit dem Sie neue Beiträge automatisch auch in ausgewählten sozialen Medien wie Facebook, LinkedIn oder Twitter posten;
  • Das Modul „Zusätzliche Seiten-Widgets“, das Ihrer Seite weitere Widgets wie zum Beispiel eine Google Maps-Einbettung oder die Verbindung mit Social Media-Seiten zur Verfügung stellt;
  • Das „Ähnliche Beiträge“-Modul, mit dem unter Ihren Blogbeiträgen automatisch ähnliche Beiträge anzeigt werden;
  • Das „Unendlich Scrollen“-Modul, mit dem den Besuchern mehrere Blog-Beiträge untereinander angezeigt werden (Sie entscheiden selbst, wie viele es sein sollen).

Für Bilder:

  • Das Modul „Gekachelte Galerien“, mit dem Sie Ihre Galerien individuell layouten können;
  • Das „Karussell“-Modul, das Ihre Galerien in Diashows verwandelt;
  • Das „Photon“-Modul, mit dem Bilder im Browser schneller angezeigt werden.

Weitere Funktionen:

  • Das „Kontaktformular“-Modul, mit dem Sie kinderleicht ein Kontaktformular anlegen;
  • Das „Mobiles Theme“-Modul, das auch in der Regel ältere, nicht responsive Websites für Mobilgeräte anpasst;
  • Das Modul „Rechtschreibung und Grammatik“, das für das Schreiben im Editor eine Korrekturfunktion einbettet;
  • Die „Website-Statistiken“ (Achtung, Datenschutz!), mit denen Sie Ihre Website statistisch auswerten können;
  • Schutz vor Brute-Force-Angriffen, der beliebtesten Form des Hackings, bei denen Computer automatisiert versuchen, Ihr Passwort mit immer neuen Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben zu knacken.

3. Die Schattenseiten von Jetpack

3.1 Einige Funktionen von Jetpack sind kostenpflichtig

Leider ist Jetpack keine Wohltätigkeitsorganisation, die Ihre Software kostenfrei auf den Markt wirft. Automattic versucht verständlicherweise, seinen Service und seine Software zu monetarisieren. Darum wirbt das Unternehmen für kostenpflichtige Varianten. Dennoch stehen Ihnen die Basis-Funktionen kostenfrei zur Verfügung. Automattic selbst behauptet, dass diese Funktionen immer kostenfrei bleiben werden.

3.2 Datenschutz

Mit der Nutzung von Jetpack geben Sie automatisch Daten an Automattic weiter. Seien Sie also zumindest vorsichtig, besonders was das Modul „Website-Statistiken“ betrifft und denken Sie daran, sich juristisch abzusichern, indem Sie einen entsprechenden Passus in Ihr Impressum aufnehmen. Vor einigen Jahren zumindest gab Jetpack an, über die „Website-Statistiken“ keine IP-Adressen von Nutzern zu speichern. Wie dem auch sei: Seien Sie hier besonders wachsam in puncto Datenschutz.

3.3 Eigener WordPress.com-Account benötigt

Wer Jetpack nutzen möchte, muss dafür einen eigenen Account auf wordpress.com einrichten. Das ist umständlich und aus Nutzerperspektive vielleicht auch unnötig, aber unserer Meinung nach ein kleines Opfer, das man für eine Vielzahl kostenloser Funktionen durchaus bringen kann.

4. Sollten Sie Jetpack installieren?

Ob Sie Jetpack benötigen, hängt letzten Endes von Ihrer eigenen Präferenz ab. Die meisten Funktionen beziehungsweise Module, die Jetpack anbietet, können Sie auch über andere meist kostenfreie Plugins in Ihre Seite einbetten.

Die Frage ist (vor allem dann, wenn Sie mehrere Jetpack-Funktionen nutzen möchten): Haben Sie Lust, sich die Funktionen alle einzeln über Plugins zusammenzusuchen oder präferieren Sie eine Sammlung aus einer Hand?

Und zusätzlich: Inwieweit glauben Sie, Ihren eigenen Ansprüchen und den gesetzlichen Vorgaben bezüglich des Datenschutzes mit der Nutzung von Jetpack gerecht zu werden? Wenn Sie hier Zweifel an Jetpack haben, bedeutet das jedoch nicht unbedingt, dass Sie unbedingt auf Jetpack verzichten sollten. Vielleicht genügt es ja auch, wenn Sie einfach die „Website-Statistiken“ deaktiveren?

Fest steht jedoch, dass Ihnen mit Jetpack eine Vielzahl an Funktionen zur Verfügung stehen, die Ihre Seite schöner, schneller, sicherer und insgesamt einfach runder machen.

Unser Ratschlag ist folgender: Wenn Sie ohne großen Aufwand mehrere der oben beschriebenen Funktionen nutzen möchten, ziehen Sie eine Installation von Jetpack in Erwägung. Wenn Sie jedoch spezialisierte Plugins mit detaillierten Funktionen benötigen, sollten Sie eher Plugins verwenden, die sich auf einzelne Funktionen spezialisiert haben.

Übrigens: Performance-Teste zeigen, dass der große Funktionsumfang von Jetpack Ihre Seite nicht wesentlich verlangsamt. In dieser Hinsicht stellt das Plugin also kein Problem dar.

5. So installieren Sie Jetpack auf Ihrer WordPress-Seite

1. Loggen Sie sich ins Backend Ihrer WordPress-Website ein.
2. Wählen Sie im Menü auf der linken Seite den Menüpunkt PLUGINS aus und klicken Sie im Anschluss entweder im Untermenü links oder auf der Plugin-Seite auf den INSTALLIEREN-Button.

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3. Es öffnet sich die Seite „Plugins hinzufügen“. Geben Sie hier den Begriff „Jetpack“ bzw. „jetpack“ rechts in die Suchleiste ein. Ihnen werden nun mehrere Plugins angezeigt, darunter an erster Stelle das Plugin mit dem Namen „Jetpack von WordPress.com“. Klicken Sie hier auf den Jetzt installieren-Button.

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4. Im Anschluss an die Installation ändert sich die Aufschrift des Buttons. Dieser bietet Ihnen nun die Aktivieren-Funktion. Denn das Jetpack-Plugin ist nun zwar installiert, aber noch nicht aktiviert. Wenn Sie Jetpack nutzen möchten, klicken Sie hier auf AKTIVIEREN.

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5. Sobald Sie das Jetpack-Plugin installiert haben, öffnet sich ein neues Fenster. Jetpack fordert Sie auf, Ihr Jetpack einzurichten. Klicken Sie dazu auf den JETPACK EINRICHTEN-Button. Bedenken Sie, dass Sie damit die Geschäftsbedingungen akzeptieren und einverstanden sind, dass Daten an WordPress.com übermittelt werden (mehr zum Thema Jetpack und Datenschutz finden Sie oben in diesem Beitrag).

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6. Im Folgenden werden Sie aufgefordert, ein Konto einrichten. Geben Sie hier alle erforderlichen Daten – E-Mail-Adresse, Benutzername und Passwort – ein und klicken Sie auf den „Create your account“-Button.

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7. Jetpack informiert Sie nun, dass die Einrichtung abgeschlossen ist und verbindet sich mit Ihrem Konto.

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8. Im Anschluss fragt das Plugin nach der Grundausrichtung Ihrer Website. Betreiben Sie einen Blog, ein Business, eine Dienstleistungsseite, bei der Sie vorrangig Ihr Portfolio herausstellen möchten oder einen Online-Shop? Wählen Sie hier die für Sie zutreffende Information aus. Die hier getätigten Angaben können Sie später ändern. Halten Sie sich darum nicht an Kleinigkeiten auf. Alternativ können Sie auch einen eigenen Website-Typ eingeben oder die Datenabfrage an dieser Stelle auch einfach überspringen.

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9. In unserem Beispiel hatten wir unsere Website unter dem Schwerpunkt „Business“ eingeordnet. Jetpack fragt nun nach konkreteren Angaben: Sind wir eine Reiseagentur, ein Restaurant oder im digitalen Marketing unterwegs? Wählen Sie auch hier – sofern Sie möchten – die am ehesten zutreffende Angabe aus. Alternativ klicken Sie auf „Überspringen“.

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10. Abschließend fragt Jetpack nach, ob Sie diese Website für sich selbst oder jemand anderen einrichten. Auch diese Angabe können Sie einfach überspringen.

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11. Wie eingangs erwähnt, ist Jetpack ein gewerbliches Plugin mit verschiedenen Preisstufen. Dennoch können Sie einige Funktionen kostenlos nutzen. Sofern Sie das tun möchten, klicken Sie auf den MIT FREE STARTEN-Button unter den Preismodellen. Sie müssen in diesem Fall auch keine Kontoangaben oder Kreditkartendaten hinterlassen.

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12. Mit diesem Klick ist die Einrichtung von Jetpack abgeschlossen. Von nun an umfasst die Menüleiste Ihres WordPress-Backends den Menüpunkt „Jetpack“ direkt unter dem Dashboard.

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Mit Jetpack können Sie viele Anpassungen an Ihrer Seite kinderleicht selbst vornehmen. Wenn Sie zusätzlich spezifische Funktionen in Ihre Seite einbetten möchten, sprechen Sie uns gerne an!

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Jonas Rashedi

CEO