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WordPress Anleitung: So installieren Sie WordPress auf einem Server

WordPress Anleitung: So installieren Sie WordPress auf einem Server

Lesezeit 9 minuten | 31.12.2018

Wenn Sie eine WordPress-Seite erstellen möchten, müssen Sie zunächst WordPress auf Ihrem Server installieren. In dieser WordPress Anleitung erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie dabei vorgehen sollten.

1. Deshalb müssen Sie WordPress installieren

Wenn Sie eine WordPress-Seite einrichten, können Sie sich einfach über die URL ins Backend Ihrer Seite einloggen. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen html-Seite müssen Sie sich also nicht über ein FTP-Programm in Ihren Server einloggen, um die Inhalte Ihrer Website zu bearbeiten.

WordPress-Seiten verwenden zwar auch HTML- und CSS-Elemente. Diese werden aber über einen PHP-Code (also das Programm) in die Software integriert. Die Seite liegt also nicht fertig auf dem Server, sondern wird über WordPress erzeugt. Aus diesem Grund muss WordPress vorab installiert werden. Es genügt nicht, einfach einzelne Dateien auf den Server zu überspielen.

2. Das müssen Sie vor der Installation von WordPress beachten

Bevor Sie WordPress installieren können, benötigen Sie Webspace auf einem Server und eine Internetdomain. Bildlich gesprochen benötigen Sie also eine Adresse und ein Grundstück: eine Adresse, wo Ihre WordPress-Seite zu finden sein wird und Webspace (das Grundstück), wo Sie Dateien lagern und Inhalte einstellen können. Diesen können Sie über das Internet bei verschiedenen Anbietern mieten.

Von Ihrem Webhoster bekommen Sie die Zugangsdaten für Ihren Webspace. Halten Sie diese für die Installation von WordPress griffbereit.

Außerdem müssen Sie auf Ihrem Webspace eine Datenbank einrichten. Loggen Sie sich dazu über die Domain Ihres Webhosters in ihren Webspace ein. Dort können Sie eine Datenbank einrichten. Leider können wir Ihnen hier keine konkrete Anleitung geben, da die Benutzeroberfläche bei verschiedenen Anbietern auch verschieden aussieht.

3. Die Varianten, wie Sie WordPress installieren können

Da WordPress auf PHP basiert, können Sie WordPress-Seiten nicht einfach erstellen wie HTML- oder Worddokumente. Stattdessen müssen Sie WordPress wie ein Programm auf einem Server installieren. Dazu können Sie entweder einen lokalen Server auf Ihrem Rechner einrichten (zum Beispiel mit XAMPP) oder Webspace auf einem Server mieten.

In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie WordPress online auf einem Server einrichten. Wenn Sie Ihre Seite mit einem Plugin verbergen, können Sie sie nämlich einfach Schritt für Schritt einrichten. Sobald Sie fertig sind, deaktivieren Sie das Plugin und Ihre Seite wird online angezeigt. Auf diese Weise ersparen Sie sich den Mehraufwand, WordPress vom lokalen Server auf den Webspace zu überspielen.

Variante 1: WordPress über die Schnellinstallation auf dem Server installieren

Bevor Sie WordPress installieren, loggen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten in die Website Ihres Webhosters ein. Oft können Sie dort bereits WordPress mit wenigen Klicks installieren. In diesem Fall sparen Sie sich den Umweg, WordPress erst herunterladen und dann per FTP-Programm auf den Server überspielen zu müssen.

Bei unserem Webhoster finden wir diese Option direkt nach dem Login.

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Manche Webhoster bieten sogar an, WordPress selbst zu installieren. In diesem Fall müssen Sie also nicht einmal mehr auf den Installationsbutton klicken.

Dennoch werden die Server ein paar Informationen zu Ihrer Seite abfragen. Dazu gehören zum Beispiel der Blog-Name, Benutzername und Passwort.

Variante 2: WordPress über den FTP auf dem Server installieren

1. Laden Sie WordPress herunter

Laden Sie die aktuelle WordPress-Version von der offiziellen Seite herunter. Gehen Sie dazu auf https://de.wordpress.org/download/ und klicken Sie auf den Download-Button.

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Achten Sie darauf, dass Sie die deutsche Version herunterladen, sofern Sie WordPress auf Deutsch installieren möchten. Die englische Version finden Sie unter https://wordpress.org/download/.
Die Datei, die Sie nun auf Ihren Rechner geladen haben, ist zunächst komprimiert. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf den Dateiordner und wählen Sie den Menüpunkt „Alle extrahieren…“.

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Die Datei wird nun entpackt.

Damit ist der Ordner nun ein ganz gewöhnlicher Ordner, den Sie einfach öffnen können. In diesem Ordner finden Sie mehrere Dateien sowie drei Ordner:
• wp-admin
• wp-content
• wp-includes
Der Ordner wp-admin enthält (offenkundig) admin-Dateien, der Ordner wp-content (das verrät ebenfalls der Name) die Inhalte Ihrer Seite. Im Ordner wp-includes finden Sie wichtige Systemdateien.

2. Verbinden Sie sich über ein FTP-Programm mit Ihrem Server

Das Ziel ist es nun, die WordPress-Dateien auf Ihren Server zu überspielen. Dazu müssen Sie sich zunächst mit Ihrem Server verbinden.

Öffnen Sie dazu ein FTP-Programm. Als kostenloses FTP-Programm empfehlen wir Ihnen FileZilla, das wir auch im folgenden Screenshot verwenden.

Nachdem Sie Webspace auf einem Server gemietet haben, hat der Betreiber des Servers Ihnen Login-Informationen zukommen lassen.

Diese Informationen geben Sie in Ihr FTP-Programm ein: einen Host, einen Nutzernamen und ein Passwort. Mit anderen Worten sagen Sie also Ihrem Programm, in welche Seite Sie sich einloggen möchten, wer Sie sind und geben mit dem Passwort an, dass Sie über eine Zugriffsberechtigung verfügen.

Klicken Sie im Anschluss auf „Quickconnect“ oder den entsprechenden Button, sofern Sie ein anderes Programm als FileZilla verwenden.

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Im Idealfall erhalten Sie nun Zugriff auf Ihren Server.

Sollten Sie keine Verbindung herstellen können, wenden Sie sich an den Betreiber Ihres Servers.

3. WordPress-Dateien auf den Server überspielen

Vermutlich finden Sie auf Ihrem Server bereits ein paar Ordner vor. In unserem Beispiel sind es die Ordner „error_docs“, „httpdocs“ und „logs“.

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In diesem Schritt möchten Sie nun die WordPress-Dateien auf den Server überspielen. Dafür müssen Sie aber zunächst das sogenannte Document Root identifizieren. Als Document Root wird der Ordner bezeichnet, aus dem Ihre Seite geladen wird. Je nach Server unterscheiden sich hier die Dateinamen. In vielen Fällen heißt das Document Root „httpdocs“, „html“, „www“ oder „public_html“.

Wenn Sie unklar darüber sind, welcher Ordner Ihr Document Root ist, wenden Sie sich an Ihren Provider. Möglicherweise finden Sie dazu auch Infos in Ihrer Willkommensmail oder auf der Website des Serveranbieters.

Sobald Sie Ihr Document Root identifiziert haben, öffnen Sie diesen Ordner über Ihr FTP-Programm (rechte Schaltfläche). Öffnen Sie außerdem in der linken Schaltfläche den Ordner mit WordPress auf Ihrem Rechner. Dort sollten die drei Unterordner (wp-admin, wp-content und wp-includes) sowie die weiteren Dateien zu sehen sein.

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Es stehen sich also nun zwei Ansichten gegenüber: links die Dateien auf Ihrem Rechner, rechts die Dateien auf dem Server.

Wählen Sie (in Ihrem FTP-Programm) per Maus oder über Strg + A sämtliche WordPress-Dateien und Ordner in dieser Ansicht auf Ihrem Rechner aus.

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Klicken Sie nun per Rechtsklick auf eine dieser Dateien und wählen Sie den Menüpunkt „Upload“.

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Ihr FTP-Programm überspielt nun WordPress auf den Server. Das kann einige Minuten dauern. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, sehen Sie auf beiden Seiten (links und rechts beziehungsweise auf ihrem Rechner und auf Ihrem Server) die gleichen Dateien und Ordner.

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Damit haben Sie einen Großteil der Arbeit bereits geschafft: die WordPress-Dateien befinden sich jetzt auf Ihrem Server.

4. Verknüpfen Sie WordPress mit einer Datenbank

Die WordPress-Dateien befinden sich jetzt auf Ihrem Server – aber sie müssen noch installiert werden.

Rufen Sie dazu Ihre Websitedomain online über einen Browser auf. Wenn Ihre Seite www.barbaras-gaertnerei.de heißt, gehen Sie also einfach über Firefox, Chrome oder einen anderen Browser auf www.barbaras-gaertnerei.de. Ja, das ist genauso einfach, wie es klingt.

Bevor die WordPress-Dateien auf Ihrem Server lagen, wurde Ihnen hier vermutlich angezeigt, dass die Seite über keinen Inhalt verfügt.

Das ist jetzt anders.

Wenn Sie die Seite nun aufrufen, wird WordPress ausgeführt, das dort als PHP-Datei liegt.

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WordPress fordert Sie nun auf, Ihre Seite mit einer Datenbank zu verbinden. Dazu werden mehrere Daten benötigt:
• der Datenbank-Name
• der Datenbank-Nutzername
• das Datenbank-Passwort
• der Datenbank-Server
• ein Tabellenpräfix.
Hintergrund ist, dass WordPress stets mit einer Datenbank verbunden ist und seine Daten dort abspeichert. Ohne Datenbank können Sie mit WordPress also nicht viel anfangen.

Möglicherweise hat Ihr Server bereits eine Datenbank für Sie erstellt und Ihnen die notwendigen Login-Informationen zukommen lassen. Ist dies nicht der Fall, können Sie auf der Seite Ihres Servers in der Regel selbst eine Datenbank erstellen. Loggen Sie sich dazu mit Ihren Login-Daten in die Seite Ihres Servers ein (nicht mit dem FTP-Programm, sondern direkt über die Homepage Ihres Webhosters). Sollten Sie hierbei Schwierigkeiten haben, lesen Sie sich die FAQs Ihres Webhosters durch. Zögern Sie im Zweifel nicht, Ihren Webhoster zu kontaktieren.

In unserem Beispiel finden wir den Menüpunkt „Databases“ direkt im Dashboard des Webhosters.

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Geben Sie im Anschluss die von WordPress geforderten Daten sorgfältig ein – sie erfahren sie allesamt im Zusammenhang mit der Einrichtung Ihrer Datenbank auf dem Server. Im Anschluss klicken Sie auf „Senden“.

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Ein kleiner Tipp: Wenn Sie beim vierten Punkt „Datenbank-Server“ nicht wissen, was Sie eintragen sollen, probieren Sie es mit „localhost“ (das funktioniert leider nicht immer). Im Zweifel wenden Sie sich wiederum an Ihren Webhoster.

Sobald WordPress mit der Datenbank verknüpft ist, können Sie die Installation durchführen.

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Klicken Sie dazu einfach auf den Button „Installation durchführen“ – einen anderen Button gibt es an dieser Stelle auch gar nicht.

5. Legen Sie einen Admin-Account an

WordPress fordert Sie nun auf, einige Eingaben zur Website vorzunehmen und einen Admin-Account zu erstellen.

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Berücksichtigen Sie hierbei die gängigen Sicherheitsvorkehrungen. Nehmen Sie also als Benutzername keinesfalls „admin“ und als Passwort nicht „passwort“. Hinter dem Passwortfeld finden Sie direkt bei WordPress einen Passwort-Generator, den Sie benutzen können. Notieren Sie sich in diesem Fall das Passwort in einer Passwortdatenbank, zum Beispiel bei Keepass.

Im Normalfall möchten Sie zudem, dass Ihre Seite über Suchmaschinen gefunden wird. Lassen Sie in diesem Fall das Kästchen hinter „Sichtbarkeit für Suchmaschinen“ einfach frei.

Klicken Sie im Anschluss auf „WordPress installieren“.

WordPress teilt Ihnen mit, sobald die Installation abgeschlossen ist.

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6. Loggen Sie sich ins Backend Ihrer Seite ein

Sobald die Installation abgeschlossen ist, können Sie sich ins Backend Ihrer Seite einloggen. Entweder klicken Sie dazu in Ihrer Suchmaske direkt auf „Anmelden“. Oder Sie rufen Ihre Seite in einem Browser auf und hängen die Endung /wp-login.php hinten an Ihre Domain an. Wenn Ihre Seite also www.maler-schulz.de heißt, gehen Sie auf www.maler-schulz.de/wp-login.php.

Wenn alles funktioniert hat, können Sie Ihre Seite nun im Backend bearbeiten.

7. Optional: Verbergen Sie Ihre Seite mit einem Plugin

Wenn Sie Ihre Seite erst vernünftig einrichten möchten, bevor Sie sie veröffentlichen, schalten Sie die Seite in den Wartungsmodus. Das können Sie zum Beispiel mit Plugins wie „UnderConstruction“ tun. Dieses bietet auch in der kostenlosen Version die Möglichkeit, die Website in den Wartungsmodus zu versetzen. Dem Besucher wird dann ein Wartungsbildschirm angezeigt.

Das ist wichtig, weil Sie für Ihre Seite immer ein Impressum und eine Datenschutzerklärung benötigen. Solange diese noch nicht online ist, sollten Sie Ihre Seite auf jeden Fall verbergen.

Gehen Sie dazu einfach in Ihrem Dashboard auf „Plugins“ und suchen Sie im Anschluss online nach einem entsprechenden Plugin wie „UnderConstruction“ oder „WP Hide Pages“. Installieren und aktivieren Sie im Anschluss das Plugin und nehmen Sie die entsprechenden Einstellungen vor.

Vergessen Sie nicht, die Seiten wieder anzeigen zu lassen oder das Plugin einfach zu deaktivieren, sobald Sie Ihre Website fertig eingerichtet haben.

Voilà – Ihre WordPress-Seite ist nun installiert! Vermutlich haben Sie etwas länger benötigt als die 5 Minuten, mit denen WordPress wirbt. Im Normalfall sollten Sie aber nach maximal einer Stunde fertig sein. Das ist immer noch sehr wenig Zeit dafür, dass Sie nun eine eigene Website haben.

Diese Seite ist natürlich noch nicht fertig. Über das Dashboard können Sie nun ein Theme installieren und verschiedene Unterseiten anlegen. Aber dazu an anderer Stelle mehr – heute können Sie erstmal stolz auf sich sein und einen Sekt öffnen!

Übrigens: WordPress ist auch für uns als Agentur interessant, da wir für unsere Kunden schnell Seiten einrichten und anpassen können, ohne diese von Grund auf entwickeln zu müssen. Wenn Sie also Interesse an einer eigenen Homepage zu einem guten Preis haben, richten wir gerne kostengünstig eine professionelle Website für Sie ein.

Jonas Rashedi

CEO