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WordPress 5 – wir beantworten die wichtigsten Fragen

WordPress 5 – wir beantworten die wichtigsten Fragen

Lesezeit 14 minuten10.12.2018

Wer am 5. Dezember abends die Stiefel vor die Tür gestellt hat, ist am 6. Dezember vielleicht mit einer Überraschung aufgewacht: Im Stiefel waren nicht Mandarinen, Nüsse und Schokolade, sondern ein neues WordPress Update – und zwar eines, das es in sich hat.

Denn mit WordPress 5 veröffentlichte WordPress am 6. Dezember 2018 das größte Update seit gut 4 Jahren. Der Dank der Netzcommunity für dieses Nikolausgeschenk ist jedoch eher verhalten.

Der wichtigste Kritikpunkt betrifft den Zeitpunkt der Veröffentlichung: die Weihnachtszeit. In dieser umsatzstarken Zeit arbeiten nicht nur viele Unternehmen ohnehin an der Belastungsgrenze – das Update betrifft vielmehr auch direkt jene Websites, über die ein bedeutender Teil des Weihnachtsgeschäfts abgewickelt wird. Das bedeutet ein nicht zu unterschätzendes Risiko.

Grund genug also, das neue Update einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen.

1. Was macht das Update im Vergleich zu anderen Updates so besonders?

Ungefähr jedes halbe Jahr veröffentlicht WordPress ein neues Update. Warum also ist die Netzcommunity rund um die Veröffentlichung von WordPress 5 so in Aufruhr?

Die Antwort in einem Satz: Weil WordPress 5 die Art, wie wir mit WordPress arbeiten, grundsätzlich verändert.

Grund dafür ist der so genannte Gutenberg-Editor. Mit diesem kann die Seitenstruktur ganz intuitiv und benutzerfreundlich verändert werden. Der Nutzer verschiebt, verkleinert und vergrößert dazu per Mausklick die verschiedenen Blöcke, aus denen sich eine Seite zusammensetzt.

Mit anderen Worten: Es wird weniger programmiert und eingestellt – und dafür mehr per Mausklick gezogen und verschoben. (Ausführlichere Informationen zum Gutenberg-Editor finden Sie im nächsten Abschnitt.)

Demgegenüber fallen Updates wie etwa von Version 4.8 auf 4.9 bedeutend kleiner aus. Ja, auch hier hat es wichtige neue Funktionen gegeben. Aber diese haben die Art, wie wir mit WordPress arbeiten, im Kern nur unwesentlich verändert.

Genau das ist bei WordPress 5 nun anders.

2. Was ist neu in WordPress 5?

In drei Worten: der Gutenberg-Editor.

Denn wenn über WordPress 5 gesprochen wird, dann vor allem über den neuen Gutenberg-Editor.

Bislang wurden Seiten mit dem klassischen Editor namens TinyMCE erstellt und bearbeitet. Klar: viele Entwickler nutzen bereits eigene Plugins wie den Visual Composer, die das Einrichten von Seiten einfacher machen.

Grundsätzlich kamen sich dabei aber immer wieder verschiedene Einstellungselemente in den Weg, die nebeneinander bestanden. Manche Design-Anpassungen wurden per CSS vorgenommen, manche über die standardmäßige WordPress-Maske, andere wiederum über Widgets und Plugins – um nur ein paar Möglichkeiten zu nennen.

Dieses Nebeneinander ließ WordPress manchmal unübersichtlich erscheinen; die Handhabung war nicht selten eher kompliziert und diffus.

Genau das ist mit dem Gutenberg-Editor nun anders.

Das Ziel: Die intuitive Anpassung von Seiten – wie zum Beispiel von Blogbeiträgen – zu ermöglichen. Und das ohne umfassende WordPress-Kenntnisse, CSS-Skills, Shortcodes und zahlreiche Plugins. Sondern eben ganz einfach und unmittelbar einleuchtend. Damit werden auch Page-Building-Plugins unter WordPress 5 an Bedeutung verlieren.

Der Schlüsselbegriff im Gutenberg-Editor sind die sogenannten Blocks. Die Seite wird dabei in mehrere Blöcke eingeteilt, die individuell angepasst werden können.

Um diesen Ansatz verständlich zu machen, haben wir einmal einen Screenshot von einem einfachen Blogbeitrag gemacht:

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Dieser Beitrag besteht aus fünf Blöcken: Einer Überschrift, einem Text, einem Bild, einer Unterüberschrift und einem weiteren Text.

Jedes dieser Elemente kann nun individuell angepasst werden.

Wenn wir mit der Maus auf den ersten Textabschnitt klicken, werden uns verschiedene Style-Optionen angezeigt, die so ähnlich auch im vorigen Editor zu finden waren:

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Mit einem Klick auf das „B“ könnten wir den Text oder einen Teilabschnitt zum Beispiel fett anzeigen lassen.

Mit einem einfachen Klick auf den Pfeil links neben dem Text können wir aber – und das ist eine Neuerung – den Block mit dem Textabschnitt nach unten verschieben.

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Dieser wird uns nun unterhalb des Bildes angezeigt:

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Auch die Größe des Bildes können wir dabei verändern, indem wir ganz einfach das Bild anklicken und dann per Maus das Bild größer oder kleiner ziehen – ungefähr so, als würden Sie in Word die Größe eines Bildes mit der Maus verändern.

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Das Tolle daran: die Seite sieht am Ende genau so aus, wie sie im Editor dargestellt wird. (Das ist zumindest bei den neuen Themes der Fall, die für den Gutenberg-Editor entwickelt wurden.)

Es fühlt sich also an, als würden Sie direkt auf Ihrer Seite arbeiten – und dabei einfach Elemente hin- und herschieben, vergrößern, verkleinern, wie es Ihnen gefällt und wie es gut aussieht.

Der Gutenberg-Editor wurde und wird vielfach kritisiert. Das hat aber vor allem mit dem Veröffentlichungsdatum zu tun, das viele als zu früh erachteten.

WordPress hat den Editor jedoch bereits schon mehrere Monate vor dem WordPress 5 Update zur Verfügung gestellt – und zwar als Plugin. Dieses Plugin wurde zwar zu Beginn scharf kritisiert, wurde dann aber basierend auf der Nutzerkritik nach und nach verbessert und ist heute zwar noch nicht ausgereift, aber durchaus funktionsfähig.

Unsere persönliche Meinung: Mit dem Gutenberg-Editor setzt WordPress einen neuen Standard für die nächsten Jahre. Die intuitive Bedienung ist nicht nur kinderleicht zu erlernen, sondern ist eine große Hilfe beim Umsetzen und Anpassen von WordPress-Seiten. Dennoch funktionieren nicht alle unsere Seiten im neuen Editor. So verrutschen auf einer Seite zum Beispiel die nächsten Blöcke, wenn wir die Position des Bildes verändern. WordPress 4-Seiten funktionieren also nicht immer einwandfrei im neuen Editor. Und dennoch: Spätestens dann, wenn Seiten eigens für WordPress 5 beziehungsweise den Gutenberg-Editor entwickelt werden, stellt dieser einen großen Zugewinn an Nutzerfreundlichkeit dar. Außerdem gewährt er Kunden, für die wir als Agentur WordPress-Seiten entwickeln, ein großes Maß an Eigenständigkeit. Diese können Anpassungen an der Seite nach einer kurzen Einweisung problemlos selbst vornehmen, ohne uns jedes Mal einbeziehen zu müssen.

3. Wen betrifft das WordPress 5 Update?

Das WordPress 5 Update betrifft in erster Linie Seiten, die in Zukunft entwickelt werden. Es ist somit zum einen für Entwickler interessant. Zum anderen gibt es aber dank der intuitiven Bedienung auch den Betreibern der Seite die Möglichkeit, Änderungen auch am Design vorzunehmen, ohne dafür jedes Mal einen Entwickler einbeziehen zu müssen. Anpassungen der Seite sind in Zukunft also auch mit wenig Know-How möglich.

Bereits bestehende Seiten betrifft der Gutenberg-Editor weniger. Diese sind ja bereits entwickelt und individuell angepasst. Dennoch können mit dem neuen Editor natürlich auch weitere Anpassungen vorgenommen werden.

4. Erfolgt das Update auf WordPress 5 automatisch?

Nein, das Update auf WordPress 5 erfolgt nicht automatisch. Automatisch sind bei WordPress nur Sicherheitsupdates – zum Beispiel von Version 4.9.1 auf 4.9.2. Das ist sinnvoll, denn damit werden Sicherheitslücken auf Ihrer Seite umgehend gestopft – und nicht erst dann, wenn Sie zufällig mitbekommen, dass es ein neues Update gibt.

Bei großen Updates verhält sich das anders. WordPress gibt Ihnen damit die Gelegenheit, selbst den Zeitpunkt des Updates zu wählen – oder sich gar gegen das Update zu entscheiden. Das ist auch gut so, denn wie dargelegt verändert der Gutenberg-Editor grundlegend die Arbeitsweise mit WordPress.

Dabei kann es auch geschehen, dass Seiten nicht kompatibel mit dem neuen Editor sind.

Würde WordPress Ihre Seite einfach updaten, würden Sie womöglich morgens aufwachen und feststellen, dass auf Ihrer Seite Elemente verrutscht sind oder verzerrt abgebildet werden.

Damit das nicht geschieht, können Sie selbst den Zeitpunkt des Updates bestimmen und zuvor sämtliche Sicherheitsvorkehrungen wie zum Beispiel ein Update treffen.

Mit den Worten des WordPress-Gründers Matt Mullenweg: „You can push the button whenever you’re ready.“

5. Sollten Sie Ihre WordPress-Seite updaten?

Unsere klare Empfehlung lautet: jein.

Das bedeutet:

Ja, früher oder später sollten Sie Ihre Seite auf WordPress 5 updaten.

Aber nein, am besten noch nicht jetzt gleich.

Weshalb noch nicht jetzt?

5.1 Es wird weiterhin WordPress 4 Updates geben.

Auch unter WordPress 5 wird es weiterhin Sicherheitsupdates für WordPress 4 geben. Diese kleinen Updates führt WordPress seit der Version 3.7 automatisch durch. Wenn Sie also weiterhin WordPress 4 benutzen, müssen Sie sich keine Sorgen um die Sicherheit Ihrer Website machen.

5.2 Geben Sie Themes und Plugins Zeit, kompatibel mit WP5 zu werden.

Viele Plugin- und Theme-Entwickler werden eine stressige Weihnachtszeit haben – und vermutlich auch einen stressigen Januar. Denn Plugins und Themes müssen auch in WordPress 5 funktionieren.

Diesen Stress müssen Sie sich selbst aber nicht unnötig machen.

Nach einem Update auf WordPress 5 besteht die Gefahr, dass Ihre Seite nicht mehr einwandfrei funktioniert – zum Beispiel, weil Plugins noch nicht wirklich rund laufen.

Die meisten Themes und Plugins werden aber innerhalb der nächsten Monate mit WordPress 5 synchronisiert werden. Viele sind es bereits jetzt. Doch auch hier kann es sein, dass noch Nachbesserungen notwendig sind.

Warten Sie mit dem Update also einfach bis Januar oder Februar. Dann sollten die allermeisten Plugins und Themes auch in WordPress 5 funktionieren.

5.3 Riskieren Sie nicht Ihr Weihnachtsgeschäft!

Gerade für Online-Shops gilt: Gehen Sie mit dem Wechsel auf WordPress 5 kein unnötiges Risiko ein. Wenn Sie nicht gerade auf Bademode spezialisiert sind, dürfte der Dezember für Sie zu den umsatzstärksten Jahreszeiten gehören.

Ja, Online-Shop-Plugins wie WooCommerce geben an, bereits mit WordPress 5 kompatibel zu sein. Das geht aus der Plugin-Beschreibung auf der WordPress-Seite https://de.wordpress.org/plugins/woocommerce hervor:

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Und dennoch kann es sein, dass irgendetwas nach dem Update nicht richtig funktioniert. Vielleicht wird Ihr Shop visuell nicht richtig in Ihre Seite eingebettet. Oder das Design Ihrer Seite wird nicht korrekt abgebildet, so dass Kunden noch vor dem Kauf wieder abspringen.

Es ist wahrscheinlich, dass all das nicht passiert. Aber es kann eben doch passieren.

Machen Sie sich bewusst: Es gibt für Sie keinen Grund, jetzt upzudaten. Denn Ihre Seite wird weiterhin mit automatischen Sicherheitsupdates geschützt.

Warten Sie einfach, bis das Weihnachtsgeschäft vorüber ist. Dann können Sie WordPress in Ruhe aktualisieren – und profitieren bereits von den ersten Nachbesserungen.

5.4 Warum benötigen Sie das Update dann überhaupt?

Zu einem späteren Zeitpunkt sollten Sie das Update auf WordPress 5 durchaus in Erwägung ziehen.

Der Gutenberg-Editor wurde als wichtige Neuerung bereits zu Beginn dieses Artikels vorgestellt.

So wird der neue Editor in der Entwickler-Community trotz durchaus vorhandener Kritik tendenziell positiv aufgenommen. Die intuitivere Handhabung der Website-Konstruktion setzt den Standard für die nächsten Jahre und stellt eine wichtige Neuerung dar. Neue Themes und Plugins werden vor allem auf diesen Editor zugeschnitten werden.

Am Anfang mag die Kompatibilität von Plugins und Themes mit WordPress 4 noch eine Rolle spielen – doch diese wird immer mehr an Bedeutung verlieren.

Ein bisschen hängt die Antwort auf die obige Frage auch von Ihrer Seite ab: Wenn Sie viele Plugins nutzen und die Inhalte Ihrer Seite häufig verändern (etwa indem Sie Blog-Artikel hinzufügen), ist ein Update für Sie vermutlich sinnvoll.

Wenn Sie Ihre Seite jedoch eher als digitale Visitenkarte nutzen, ist ein Update nicht unbedingt empfehlenswert. Der Zugewinn durch die intuitivere Handhabung des Backends stellt für Sie in diesem Fall keinen großen Mehrwert dar.

6. Wie updaten Sie Ihre WordPress-Seite auf WordPress 5?

Das Update selbst erfordert nur wenige Klicks. Allerdings sollten Sie um das Update herum ein paar wichtige Punkte beachten, um auf der sicheren Seite zu sein. Wir verraten Ihnen, welche:

6.1 Erstellen Sie ein Backup Ihrer Seite

Ja, innerlich verdrehen wir gerade selbst die Augen, da wir immer wieder auf diesen Punkt hinweisen. Aber es hilft nichts – ein Backup der Seite vor einem Update ist absolut notwendig! Damit sparen Sie sich im Nachhinein viel Ärger und schonen Ihre Nerven.

Alles zum Thema WordPress Backup erfahren Sie hier. https://www.rashedi-consulting.de/wordpress-backup

6.2 Checken Sie, ob es Updates für Plugins und Themes gibt

Rund um das WordPress 5 Update sind Entwickler damit beschäftigt, das Funktionieren Ihrer Themes und Plugins in WordPress 5 zu gewährleisten.

Aus diesem Grund wird derzeit eine Vielzahl an Updates angeboten. Ob für die Themes auf Ihrer Seite Updates anstehen, erfahren Sie folgendermaßen: Loggen Sie sich ins WordPress-Backend Ihrer Seite ein.

Der orange hinterlegte Kreis hinter dem Menüpunkt Aktualisierungen verrät Ihnen bereits, dass neue Updates anstehen – in unserem Beispiel sind es fünf an der Zahl:

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Anschließend klicken Sie im Dashboard auf Aktualisierungen.

Auf der folgenden Seite finden Sie nun eine Übersicht über alle anstehenden Updates.

Wichtig: Auf dieser Seite wird Ihnen oben auch das WordPress 5 Update angezeigt. Führen Sie dieses Update noch nicht durch, sondern befolgen Sie erst die folgenden Schritte. An dieser Stelle updaten Sie lediglich Plugins und Themes.

In unserem Beispiel sehen wir, dass das WooCommerce-Plugin für unseren Online-Shop aktualisiert werden muss.

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Hier haben die Plugin-Entwickler also bereits die Neuerungen unter WordPress 5.0 berücksichtigt und eine neue Version Ihres Plugins erstellt. Entsprechend wird uns angezeigt, dass das Plugin in der neuesten Version (laut Autor – gemeint sind damit die Plugin-Entwickler) mit WordPress 5.0 kompatibel sei.

Wir klicken nun in das weiße Kästchen links neben dem Plugin und anschließend auf „Plugins aktualisieren“.

Somit sind nun sämtliche Plugins installiert, für die Updates vorhanden waren.

Außerdem stehen noch drei Updates für Themes an:

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Außerdem stehen noch drei Updates für Themes an. Auf unserer Beispielseite ist keines dieser Themes aktiv. Dennoch zeigen wir Ihnen hier exemplarisch, wie Sie diese Themes updaten.

Ebenso wie bei den Plugins wählen Sie einfach die Themes, die Sie aktualisieren möchten, aus. Klicken Sie dazu in die weißen Kästchen links der Themes und im Anschluss auf „Themes aktualisieren“.

WordPress zeigt uns nun an, dass nur noch eine Aktualisierung ansteht.

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Dabei handelt es sich um das Update auf WordPress 5. Dieses führen wir ein paar Schritte später durch. Vorab müssen wir aber noch ein paar Vorsichtsmaßnahmen treffen.

6.3 Überprüfen Sie, ob Ihr Theme und wichtige Plugins bereits in WordPress 5 funktionieren

Dass Ihnen für manche Themes oder Plugins keine Updates angezeigt werden, kann verschiedenes bedeuten:

  1. Das Theme/Plugin ist auch ohne Update mit WordPress 5 kompatibel.
  2. Das Theme/Plugin ist mit WordPress 5 nicht kompatibel, aber es gibt (noch) kein Update.

Wenn Sie in Schritt 2 alle anstehenden Updates durchgeführt haben, sind Sie damit leider nicht auf der sicheren Seite. Generell werden alle vielgenutzten Plugins auf jeden Fall überprüft und bei Bedarf aktualisiert. Gerade bei Themes oder weniger bekannten Plugins kann es aber sein, dass diese Aktualisierungen nicht durchgeführt werden.

Überprüfen Sie vor dem Update also, ob Ihr Theme und die wichtigsten Plugins auf Ihrer Seite auch in WordPress 5 funktionieren. Zum Beispiel, indem Sie den Namen Ihres Themes/Plugins sowie „WordPress 5“ bei Google eingeben.

Eine Vielzahl von Plugins finden Sie auch über die WordPress-Seite selbst. In der Tabelle rechts erkennen Sie dort mit einem Blick, ob die Funktionalität in WordPress 5 gegeben ist.

Wir zeigen Ihnen dies auf dem Bild am Beispiel des Plugins Yoast SEO:

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Wir haben das WordPress SEO-Plugin über die WordPress-Seite gesucht. Die Tabelle auf der rechten Seite verrät uns, dass das Plugin vor zwei Wochen aktualisiert worden ist – das hat vermutlich mit dem Update auf WordPress 5 zu tun. Tatsächlich wurde das Plugin bis WordPress 5.0 getestet – es sollte also auch nach dem Update funktionieren.

6.4 Wenn Sie ganz sicher sein wollen: Testen Sie Ihre Webseite in WordPress 5 noch vor dem Update

Dieser Schritt ist nicht unbedingt notwendig. Er bietet sich vor allem dann an, wenn Sie das Update bereits jetzt – also noch im Dezember – durchführen möchten.

Belassen Sie dazu Ihre Website zunächst in der alten WordPress-Version.

Auf Ihrem Rechner können Sie dazu – sofern Sie nicht bereits ohnehin darüber verfügen – einen lokalen Webserver (zum Beispiel XAMPP) installieren. Auf diesen überspielen Sie dann eine Kopie Ihrer Website und führen das Update durch.

Wenn dabei etwas schief geht: egal. Denn Ihre Website läuft ja weiterhin über WordPress 4.9. In diesem Fall wissen Sie dann einfach Bescheid, dass ein Update wohl auch dort zu Problemen führen würde.

Alternativ können Sie auch in Ihrer bestehenden Seite das Gutenberg-Plugin installieren. Damit haben sie die Möglichkeit zu testen, ob der Gutenberg-Editor auf Ihrer Seite funktioniert – und zwar bevor Sie ein WordPress Update durchführen.

Voraussetzung ist dazu lediglich, dass Sie WordPress vor dem aktuellen Update stets aktualisiert haben und somit mindestens die Version 4.9.8 nutzen.

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6.5 Führen Sie das WordPress 5 Update durch

Klicken Sie erneut im WordPress-Backend im Dashboard auf Aktualisierungen.
Oben auf der Seite wird Ihnen nun angezeigt, dass eine neue Version von WordPress verfügbar ist.
Ihnen werden nun zwei Update-Optionen angezeigt:

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Zum einen können Sie auf die deutsche, zum anderen auf die englische Version von WordPress 5.0 aktualisieren.
Sofern Sie weiterhin die deutsche Version nutzen möchten, achten Sie darauf, dass Sie auch genau diese Version auswählen.
Klicken Sie dazu unter „Du kannst automatisch auf WordPress 5.0-de DE aktualisieren“ auf den blau hinterlegten Button „Jetzt aktualisieren“.
Nach ein paar Sekunden Ladezeit ist das Update bereits erfolgreich ausgeführt und es heißt: „Willkommen bei WordPress 5.0“.

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Scrollen Sie auf der Seite ruhig nach unten, schauen Sie sich die Videos an und verschaffen Sie sich einen Überblick über die neuen Funktionen in WordPress 5.0.

Geschafft – Ihr Update ist installiert!

6.6 Überprüfen Sie Ihre Seite

Rufen Sie Ihre Website auf und checken Sie, ob noch alles in Ordnung ist. Wird die Seite noch vernünftig angezeigt? Oder sind vielleicht Blöcke verrutscht oder Bilder werden nicht eingeblendet?

Führen Sie einen ausführlichen Test Ihrer Seite mit – in allen gängigen Browsern und auf verschiedenen Endgeräten, also auch auf Tablet und Smartphone.

Überprüfen Sie dabei auch, ob die wichtigen Funktionen weiterhin bestehen. Funktioniert das Kontaktfeld noch? Können Kunden weiterhin über Ihren Online-Shop bestellen? Kann man sich für Ihren Newsletter anmelden?

Wenn Ihre Seite korrekt angezeigt wird und alle Funktionen weiterhin gegeben sind, war Ihr Update erfolgreich.

Eine noch ausführlichere Anleitung zum Thema WordPress Update finden Sie übrigens hier https://www.rashedi-consulting.de/wordpress-update

7. Was mache ich, wenn ich zwar WordPress 5, aber nicht den Gutenberg-Editor nutzen will?

Kein Problem – auch dafür gibt es eine Lösung. Laden Sie sich dazu einfach das „Disable Gutenberg“-Plugin herunter.

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Ist das nicht der Fall, zeigt uns WordPress an dieser Stelle folgenden Text an:

„Es ist eine neue Version von WordPress verfügbar.“

Danach haben wir folgende Optionen: „Du kannst automatisch auf WordPress 4.9 aktualisieren oder das Paket herunterladen und manuell installieren.“

Die positiven Bewertungen legen nahe, dass dieses Plugin einwandfrei funktioniert. Auch wir haben dabei keine Schwierigkeiten festgestellt – im Prinzip verwenden Sie WordPress damit einfach wie vorher in der Version 4.9.

Mit dem Plugin installieren Sie also einfach den klassischen WordPress-Editor.

Das „Disable Gutenberg“-Plugin finden Sie, wenn Sie in Ihrem Dashboard den Menüpunkt Plugins auswählen.

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Klicken Sie nun anschließend oben auf Installieren.

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Geben Sie nun in die Suchleiste die Begriffe „Disable Gutenberg“ ein.

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WordPress zeigt Ihnen nun mehrere „Disable Gutenberg“-Plugins an. Verwenden Sie das von Jeff Starr (wobei es Ihnen natürlich freisteht, auch eines der anderen zu verwenden).

Klicken Sie dazu auf Jetzt installieren.

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Damit ist das Plugin zwar installiert, aber noch nicht aktiviert. Sie nutzen also im Moment noch den Gutenberg-Editor.
Um das Plugin zu aktivieren, klicken Sie nach der Installation noch auf Aktivieren.

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Diese Möglichkeit haben Sie direkt nach der Installation. Alternativ können Sie auch einfach unter dem Menüpunkt Plugins alle ihre installierten Plugins anschauen. Dort haben Sie ebenfalls die Möglichkeit, das „Disable Gutenberg“-Plugin zu aktivieren.

Erst nach der Aktivierung des Plugins verwenden Sie wieder den klassischen WordPress Editor.

Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt doch wieder den Gutenberg-Editor verwenden wollen, wählen Sie einfach erneut den Menüpunkt Plugins aus. Dort deaktivieren Sie das „Disable Gutenberg“-Plugin.

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Da der Gutenberg-Editor selbst fester Bestandteil von WordPress 5 ist, müssen Sie diesen nicht eigens wieder aktivieren. Sobald Sie das „Disable Gutenberg“-Plugin deaktivieren, nutzen Sie automatisch wieder den Gutenberg-Editor.

Fazit

WordPress 5 verändert grundlegend die Art und Weise, wie wir Seiten mit WordPress erstellen. Ein Update kann also durchaus sinnvoll sein. Wenn möglich, sollten Sie damit aber noch mindestens bis Januar warten. Im Zweifel bewahrt Sie das davor, Ihre Weihnachtstage im WordPress-Backend zu verbringen – beim Versuch herauszufinden, warum genau ein Plugin nicht funktioniert oder ein Element auf Ihrer Seite verrutscht ist.

Das Beste ist: Wenn Sie mit dem Update noch etwas warten, dürften die meisten Plugins und Themes aktualisiert sein und einwandfrei in WordPress 5 funktionieren. Lassen Sie andere die Fehler finden, die dabei hin und wieder noch vorkommen dürften. Verbringen Sie die Festtage lieber mit Ihrer Familie und profitieren dann im Januar von Theme- und Plugin-Updates, die sich bereits in der Praxis bewährt haben.

Wenn Sie Hilfe bei Ihrem Update auf WordPress 5 benötigen oder Ihre Seite nach dem Update nicht mehr funktioniert, sind wir gerne für Sie da!

Brille, Anzug, Mann

Jonas Rashedi

CEO